Bibliotheks- und Informationssystem der Univ. Oldenburg
Oldenburg
47 S. zahlr. Ill. 21 cm.
Behrens, Peter -- Exhibitions; Behrens, Peter 1868-1940; Circle-squaring; Architektur; Design; Ausstellungskatalog -- 1990 -- Oldenburg
Wer war Peter Behrens? Behrens war ein Universalgenie der Gestaltung. Früh gibt er die Malerei auf und betreibt eine Vielzahl von Künsten. Als Typograph, Buchgestalter und kunstgewerblicher Entwerfer für Gläser, Porzellan, Schmuck, Glasfenster, Teppiche und Textilien wird Behrens in jungen Jahren zu einem der bekanntesten Vertreter des Jugendstils. Ab 1900 an die Darmstädter Künstlerkolonie berufen, baut sich Behrens ein Haus, für das er die gesamte Einrichtung sowie die dazugehörigen Kleider seiner Frau entwirft. Das Darmstädter Behrens Haus ist eines der bedeutendsten Gesamtkunstwerke des Jugendstils. Zugleich markiert es bereits dessen Überwindung. Neben die geschwungene Linie tritt gleichberechtigt rechtwinklige Geometrie und verleiht Behrens' Möbeln ein ungewöhnlich konstruktives, modernes Element. Diese Tendenz im Rationalen und Rationellen setzt sich bei Behrens fort, der nach dem Erfolg seines Darmstädter Hauses als Ausstatter und Architekt zahlreiche private und öffentliche Aufträge erhält. 1907 wird er von der Firma AEG als künstlerischer Berater nach Berlin berufen. Behrens ist der erste Industriedesigner, der das optische Erscheinungsbild eines Unternehmens von den Werbeschriften über die Form der Produkte bis zur Fabrikarchitektur gestaltet. Mit seiner AEG-Tätigkeit nimmt Behrens in vielem die Bestrebungen des Bauhauses um eine industriegerechte Formgestaltung voraus. Walter Gropius, Mies van der Rohe und Le Corbusier waren Schüler von Behrens in seinem AEG-Atelier. Neben und nach seiner AEG-Tätigkeit hat Behrens jedoch zugleich Häuser im klassizistischen und expressionistischen Stil gebaut und ausgestattet. Als eine der einflußreichsten Gründerfiguren in der Kunst des 20. Jahrhunderts für Architektur, Kunstgewerbe und Design war Behrens ein Genie der Verwandlung und Konsequenz zugleich. (Abdruck aus dem Merkblatt der Behrens-Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg 1980) <dt.>
Oldenburg: Bibliotheks- und Informationssystem der Univ.
112 S Ill 21 cm.
Literaturverz. S. 105 - 110
Helmers, Hermann; Philologists -- Biography -- Germany; Anti-Nazi movement; Prisoners of war -- YugoslaviaHelmers, HermannWeltkriegWeltgeschichte1939-1945Prof. Dr. phil.PädagogeGermanistVarelGöttingenBonnOldenburg (Oldenburg)1923-198714.08.1923-05.10.19871971
"Macht Frieden" - Dieses Gedicht von Kurt Barthel (Kuba) stand auf der Titelseite der letzten Ausgabe der Zeitung "Freies Wort", die von antifaschistischen deutschen Kriegsgefangenen in Jugoslawien herausgegeben wurde. Dem jungen Hermann Helmers, der später als Germanist von internationalem Rang zu den Gründungsvätern der Oldenburger Universität gehören sollte, war damit aus der Seele gesprochen. Mit 18 Jahren Soldat geworden, hatte er den grauenvollen Rückzug durch den Balkan (1944/45) überlebt und sich dann selbst in der jugoslawischen Gefangenschaft an der Antifa-Arbeit beteiligt. Vor dem Hintergrund persönlicher Zeugnisse und fundierter militär-historischer Kenntnisse zeichnet Hans-Peter Klausch diesen entscheidenden Lebensabschnitt des jungen Helmers nach. Im Anschluß daran zeigt er auf, wie sehr das umfangreiche wissenschaftliche Werk von Hermann Helmers, das sich vor allem auf die Didaktik der deutschen Sprache sowie auf die Sprach- und Literaturwissenschaft erstreckt, von den Erlebnissen und Erfahrungen jener Jahre geprägt worden ist. <dt.>