Die Dissertation untersucht das Phänomen des Drehtüreffekts bei sogenannten „Systemsprengern“ aus der subjektiven Perspektive betroffener Jugendlicher. In einer qualitativen Interviewstudie mit 21 Jugendlichen werden Muster von Abbrüchen, Gewalt, Beziehungslosigkeit und mangelnder Partizipation sichtbar. Die Analyse zeigt, dass unzureichende Kommunikation und fehlende Einbindung zentrale Faktoren für Eskalationen sind. Die Studie plädiert für mehr Beziehung, Menschlichkeit und Partizipation in der pädagogischen Arbeit, um systemisches Scheitern zu verhindern.
The dissertation examines the phenomenon of the revolving door effect in so-called "system crashers" from the subjective perspective of affected adolescents. In a qualitative interview study with 21 adolescents, patterns of dropouts, violence, lack of relationships and lack of participation become visible. The analysis shows that insufficient communication and lack of involvement are central factors for escalations. The study advocates more relationships, humanity and participation in educational work to prevent systemic failure.
In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie sich rehabilitationspädagogische Grundgedanken herausgebildet und etabliert haben und wie sie sich auf Basis der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (UN-BRK) weiterentwickeln. Es werden dabei ausgewählte theoretische Modelle der gesundheitlichen Rehabilitation und die feldtheoretisch basierte Person-Umfeld-Analyse als Methode und Analyseinstrument vorgestellt sowie auf den künftigen Stellenwert der Digitalisierung eingegangen. Als integriertes Anwendungsbeispiel für die Ausbildung von Rehabilitationspädagog:innen dient ein Masterstudiengang an einer deutschen Universität. Der Beitrag schließt mit einem Überblick zum aktuellen Begriffsverständnis der Rehabilitationspädagogik.
Rehabilitationspädagogik Bad Heilbrunn : Verlag Julius Klinkhardt, 2025 (2025), Seite 12-25 1 Online-Ressource (395 Seiten)
Die Institution Schule spielt bei der Unterstützung von Young Carers eine zentrale Rolle. Studien stellen diesbezüglich die Bedeutung von Lehrkräften heraus. Weitere Fachkräfte im schulischen Kontext zur Unterstützung der Zielgruppe werden in der Forschung bisher kaum betrachtet. Aus sozialökologischer Perspektive untersucht die vorliegende Studie mithilfe eines Mixed-Methods Designs die Handlungsmöglichkeiten von Fachkräften eines externes schulischen Beratungssystems. Im ersten Teil wurden mit einer Fragebogenerhebung (N = 178) zunächst die Wahrnehmungen zu Young Carers im beruflichen Alltag der Fachkräfte sowie erste Ansätze zur Unterstützung dieser Zielgruppe erfasst. Die anschließenden problemzentrierten Interviews mit einer gezielten Auswahl der Fachkräfte (n = 8) ermöglichten einen vertiefenden Einblick in deren Handlungsmöglichkeiten, wahrgenommene Barrieren und für die Umsetzung notwendige Voraussetzungen. Die Ergebnisse zeigen auf, dass die Fachkräfte über Möglichkeiten verfügen, die für die Unterstützung von Young Carers bedeutsam sind, und damit an dieser Stelle eine bedeutsame Rolle einnehmen können.
The institution of school plays a central role in providing support for young carers. The importance of teachers in this regard is a recurring theme in the literature. Other professionals in the school context who provide support to the target group have not been the subject of research to date. From a socio-ecological perspective, this study uses a mixed-method design to examine the potential courses of action available to professionals within an external school counselling system. In the first part, a questionnaire survey (N = 178) was conducted, with the aim to gain insight into the awareness about young carers in the everyday working lives of professionals and the initial approaches taken to support this target group. The subsequent problem-centred interviews with a targeted selection of professionals (n = 8) provided an in-depth insight into their opportunities for action, perceived barriers and the prerequisites necessary for implementation. The results demonstrate that the professionals have opportunities that are important for supporting young carers and can therefore play a significant role in this regard.