Die gleichberechtigte Partizipation ist ein Grundrecht aller Kinder und kann im Sinne der ICF als „das Einbezogensein in eine Lebenssituation“ (WHO 2005, 16) definiert werden Aktuelle Forschungserkenntnisse zeigen jedoch, dass Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen in verschiedenen Bildungskontexten, auch in Kindertageseinrichtungen (Kitas), weniger partizipieren als ihre Peers Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Beitrag Maßnahmen präsentiert, wie ihre Partizipation im inklusiven Kita-Alltag gefördert werden kann Dabei gilt es, sowohl personen- und umweltbezogene Einflussfaktoren zu berücksichtigen, als auch verschiedene Aktivitäten, wie z.B. das Freispiel, und Interaktionen mit Fachkräften und Peers so zu gestalten, dass alle Kinder unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen selbstbestimmt teilhaben können
Rehabilitationspädagogik Bad Heilbrunn : Verlag Julius Klinkhardt, 2025 (2025), Seite 117-128 1 Online-Ressource (395 Seiten)
Die gleichberechtigte Partizipation an früher Bildung ist ein Recht aller Kinder. Studien zeigen jedoch, dass Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen weniger am inklusiven Kita-Alltag teilhaben als ihre Peers ohne Beeinträchtigungen. Um Barrieren zu identifizieren und gezielte Fördermaßnahmen abzuleiten, ist eine strukturierte Erfassung ihrer Partizipation (im Sinne von Teilhabe an einer Lebenssituation) erforderlich. Basierend auf einem systematischen Review wurden sechs Beobachtungsinstrumente identifiziert, die die Partizipation von Kindern mit Entwicklungsbeeinträchtigungen in verschiedenen Aktivitäten und Interaktionen im inklusiven Kita-Alltag erfassen. Die Verfahren werden kriteriengeleitet analysiert – auch im Hinblick auf die erfassten Teilkonstrukte von Partizipation – und Forschungs- und Praxisimplikationen abgeleitet.
Zwei- und Mehrsprachigkeit bei Kindern mit kognitiven Beeinträchtigungen 1. Auflage Stuttgart : Verlag W. Kohlhammer, 2022 (2022), Seite 50-62 165 Seiten