Medical decision-making for older adults is becoming increasingly complex due to chronic conditions, multimorbidity, and expanding medical options in old age. As the aging population grows, medical decision-making in old age will become an increasingly common issue. This study explores older adults' perspectives on well-being and medical decision-making to inform patient-centered care practices in family medicine.
Die medizinische Entscheidungsfindung bei älteren Menschen wird aufgrund chronischer Erkrankungen, Multimorbidität und der zunehmenden medizinischen Behandlungsmöglichkeiten im Alter immer komplexer. Angesichts der alternden Bevölkerung wird die medizinische Entscheidungsfindung im Alter zu einem immer häufiger auftretenden Thema. Diese Studie untersucht die Sichtweisen älterer Menschen auf ihr Wohlbefinden und die medizinische Entscheidungsfindung, um Erkenntnisse für eine patientenzentrierte Versorgung in der Hausarztmedizin zu gewinnen. [Mit KI übersetzt, DE-Frei160]
BMC primary care London : BioMed Central, 2022 26(2025), Artikel-ID 158, Seite 1-15 Online-Ressource
Background Studies investigating notions of a ‘good death’ tend to focus on specific medical conditions and specific groups of people. Therefore, their results are often poorly comparable, making it difficult to anticipate potential points of conflict in practice. Consequently, the study explores how to achieve a good death from the perspective and experience of physicians, nursing staff, and seniors. The aim of this study is to identify comparable notions of a good death among the participants and to determine factors that may promote or prevent a good death, including those that may lead to futile care. Methods The study used a qualitative design with a total of 16 focus group discussions, 5 each with physicians and nursing staff, and 6 with seniors at least 75 years old. The group size ranged between 3 and 9 participants. Analysis was carried out using Qualitative Content Analysis. Results Three major aspects affect the quality of death: (1) good communication and successful cooperation, (2) avoidance of death, and (3) acceptance of death. While successful communication and acceptance of death reinforce each other, successful communication counters avoidance of death and vice versa. Acceptance and avoidance of death are in constant tension. Additionally, the role of family and loved ones has been shown to be crucial in the organization of dying (e.g. communicating the patient’s wishes to health care professionals). Conclusions Communication and cooperation between patients and all involved caretakers determines quality of death. However, communication depends on several individual and organizational factors such as the personal level of acceptance or avoidance of death and the availability of institutionalized communication channels crossing professional and organizational boundaries. Furthermore, treatment cultures and organizational structures in hospitals and nursing homes often default towards life prolongation. This carries significant potential for problems, particularly because physicians emphasized the need to prevent hospital admissions when no further life-sustaining treatment is desired. In contrast, nurses and seniors were less aware that hospitals may not be the most suitable place for end-of-life care. This, along with the ambivalent role of nursing homes as places of death, holds potential for conflict. Trial registration German Clinical Trials Register: DRKS00027076, 05/11/2021.
Hintergrund: Studien, die sich mit Vorstellungen von einem „guten Sterben“ befassen, konzentrieren sich meist auf bestimmte medizinische Erkrankungen und Personengruppen. Daher sind ihre Ergebnisse oft nur schwer vergleichbar, was es erschwert, potenzielle Konfliktpunkte in der Praxis vorherzusehen. Die vorliegende Studie untersucht daher, wie ein gutes Sterben aus der Sicht und Erfahrung von Ärzten, Pflegekräften und Senioren erreicht werden kann. Ziel der Studie ist es, vergleichbare Vorstellungen von einem guten Sterben bei den Teilnehmenden zu identifizieren und Faktoren zu bestimmen, die ein gutes Sterben fördern oder verhindern können – einschließlich solcher, die zu medizinisch sinnloser Behandlung (futile care) führen. Methoden: Die Studie folgte einem qualitativen Design mit insgesamt 16 Fokusgruppendiskussionen: jeweils fünf mit Ärzten und Pflegekräften sowie sechs mit Senioren im Alter von mindestens 75 Jahren. Die Gruppengröße lag zwischen 3 und 9 Teilnehmenden. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse. Ergebnisse: Drei wesentliche Aspekte beeinflussen die Qualität des Sterbens: (1) gute Kommunikation und gelungene Zusammenarbeit, (2) Vermeidung des Todes und (3) Akzeptanz des Todes. Während sich gelungene Kommunikation und Akzeptanz des Todes gegenseitig verstärken, wirkt gelungene Kommunikation der Vermeidung des Todes entgegen – und umgekehrt. Akzeptanz und Vermeidung des Todes stehen in einem ständigen Spannungsverhältnis. Zudem erwies sich die Rolle von Familie und Angehörigen als entscheidend für die Gestaltung des Sterbeprozesses (z. B. bei der Vermittlung der Patientenwünsche an das medizinische Personal). Schlussfolgerungen: Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Patienten und allen beteiligten Betreuenden bestimmen die Qualität des Sterbens. Die Kommunikation hängt jedoch von verschiedenen individuellen und organisationalen Faktoren ab, etwa dem persönlichen Grad der Akzeptanz oder Vermeidung des Todes sowie der Verfügbarkeit institutionalisierter Kommunikationswege, die über Berufs- und Organisationsgrenzen hinwegreichen. Darüber hinaus sind Behandlungskulturen und Organisationsstrukturen in Krankenhäusern und Pflegeheimen oft auf Lebensverlängerung ausgerichtet. Dies birgt erhebliches Konfliktpotenzial, insbesondere da Ärzte betonten, wie wichtig es sei, Krankenhauseinweisungen zu vermeiden, wenn keine lebensverlängernden Maßnahmen mehr gewünscht sind. Im Gegensatz dazu war Pflegekräften und Senioren weniger bewusst, dass Krankenhäuser möglicherweise nicht der geeignetste Ort für die Sterbebegleitung sind. Dies sowie die ambivalente Rolle von Pflegeheimen als Sterbeorte bergen Konfliktpotenzial. Studienregistrierung: Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS): DRKS00027076, 11.05.2021. [Mit KI übersetzt, DE-Frei160]
BMC palliative care London : BioMed Central, 2002 23(2024), Artikel-ID 292, Seite 1-15 Online-Ressource