Die Pathophysiologie vieler chronischer Schmerzerkrankungen ist ungeklärt. Diverse MRT-Bildgebungen zeigten, dass chronische Schmerzen zu Veränderungen der Gehirnstruktur und -funktion führen könnten. Diese Veränderungen können zu kognitiven und emotionalen Beeinträchtigungen und sogar zur Chronifizierung von Schmerzen beitragen. Die Belege für schmerzbedingte Veränderungen von grauer und weißer Substanz sind jedoch nicht eindeutig. Daher untersuchte diese Studie mögliche Veränderungen der Mikrostruktur der weißen Substanz bei 34 Erwachsenen mit chronischen, nicht-krebsbedingten Schmerzen und 34 geschlechts- und altersangepassten, gesunden Kontrollprobanden mittels Single-Shell-Diffusions-Tensorbildgebung (DTI). Ganzhirntrakt-basierte räumliche Statistikanalysen (TBSS) zu axialer Diffusivität (AD), fraktionierter Anisotropie (FA), Modus der Anisotropie (MA), mittlerer Diffusivität (MD) und radialer Diffusivität (RD) zeigten nach Korrektur für Mehrfachvergleiche keine signifikanten Unterschiede. Auch die Volumina der unterteilten Regionen des Corpus callosum unterschieden sich nicht signifikant.
The pathophysiology of many chronic pain disorders is unresolved. MR imaging indicated that chronic pain might lead to changes in brain structure and brain function. These changes may contribute to cognitive and emotional impairment and even to the chronification of pain. However, the evidence for pain-related changes in gray and white matter is inconclusive. Hence this study investigated potential changes of white matter microstructure in 34 adults with chronic noncancer pain and 34 sex- and age-matched healthy individuals using single-shell diffusion tensor imaging (DTI). Whole-brain tract-based spatial statistics (TBSS) analyses of axial diffusivity (AD), fractional anisotropy (FA), mode of anisotropy (MA), mean diffusivity (MD), and radial diffusivity (RD) did not show significant differences after correction for multiple comparisons. The volumes of subdivisions of the corpus callosum were not significantly different either.
In Rumänien ist es anders. Wie viele Komponistinnen in der Gegenwart aktiv sind, erhellt aus Konzertprogrammen unmittelbar. Musik von Frauen muss nicht erst „sichtbar“ gemacht werden. Sie bedarf keiner expliziten Fürsprache, sie braucht keine Schutzräume. Die Zeiten, in denen ein ästhetischer Diskurs auch eine Funktion des Geschlechts der Handelnden wäre, sind in Rumänien vorbei. Das hat Gründe. Dass Frauen die Teilhabe an allen Lebensbereichen in sozialistischen Ländern leichter möglich war, ist gewiss eine nicht zu unterschätzende Voraussetzung auch für eine paritätische Partizipation in Kunst und Wissenschaft. Doch das ist allenfalls eine hinreichende Bedingung. Viel wichtiger dürfte sein, dass die Parameter eines ästhetischen Leitdiskurses in Rumänien größere Deutungsperspektiven eröffneten als in anderen Ländern, wo der Diskurs enger (und strenger) geführt wurde, limitiert auf Fragen von Material, Technik und Handwerk: Begriffe, die zum Raisonnement einladen, weniger aber zu Spontaneität ermutigen. Und der Körper, der Musik macht und erlebt, gerät dann zur nachgeordneten Instanz. Doch auch der Bezug zu Tradition und Geschichte ist in Rumänien unbefangener. Es fällt nicht schwer, sich in Bezug zur Historie zu setzen, zu Formen autochthonen Musizierens in Ritus, Liturgie und Geselligkeit. Ethos und Rhythmus, Modi und Metren sind Bausteine, die schlicht adaptiert werden können, die jedoch auch vielfältige Entwicklungen zulassen.
Höfischer Roman; Erec; Wolfram von Eschenbach; Metalepse; Johann von Würzburg; Hartmann von Aue; Erzähltechnik; Fiktionalität; Poetik; Parzival; Wildhelm von Österreich; Hochschulschrift
Diese Studie zielt auf narratologische Analysen und poetologische Interpretationen von Metalepsen im höfischen Roman. Ausgehend von einer narratologisch fundierten, mediävistisch kontextualisierten und diachron applikablen Präzisierung des Metalepsen-Begriffs widmet sie sich in eingehenden Fallstudien Hartmanns von Aue >Erec<, Wolframs von Eschenbach >Parzival< sowie Johanns von Würzburg >Wildhelm von Österreich<. Metalepsen, die als vorübergehende Simultaneisierungen von narration und histoire im Horizont nachzeitigen Erzählens gefasst werden, können etwa nicht nur die Fiktionalität, sondern je nach Kontext auch die Fidealität eines Werkes indizieren und reflektieren. Die Studie leistet nicht nur einen Beitrag zum Verständnis der höfischen Romanpoetik, sondern auch zum Großprojekt einer diachronen Narratologie.
Ziel dieser Studie war es, herauszufinden, ob die Pentacam®-Scheimpflugkamera zur Erkennung und Quantifizierung strahlungsinduzierter Linsenschädigungen nach retrobulbärer Bestrahlung geeignet ist. Untersucht wurden 21 bestrahlte Patientinnen und Patienten (40 Augen) sowie 27 unbestrahlte Kontrollpersonen (38 Augen). Die Linsentrübung wurde sowohl objektiv mittels Pentacam® als auch subjektiv anhand der LOCS III-Skala beurteilt. Während die LOCS III-Skala signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen aufzeigte, konnten mit keiner der vier Pentacam®-Auswertungsmethoden statistisch signifikante Differenzen nachgewiesen werden. Allerdings zeigte sich eine lineare Korrelation zwischen der LOCS III-Bewertung und der Pentacam®-Analyse der Gesamtlinse in beiden Gruppen. Zusammenfassend ist die Pentacam grundsätzlich zur quantitativen Erfassung von Linsentrübungen geeignet, zeigte sich jedoch der etablierten semiquantitativen LOCS III-Skala in dieser Studie im Hinblick auf die Erkennung von Linsenschäden in der Gruppe der bestrahlten Patienten im Vergleich zur Kontrollgruppe unterlegen. Posterior subkapsuläre Katarakte zeigten sich in dieser Studie bei keinem der bestrahlten Patienten.
The aim of this study was to evaluate the suitability of the Pentacam Scheimpflug camera for detecting and quantifying radiation-induced lens opacities following retrobulbar irradiation. 21 irradiated patients (40 eyes) and 27 non-irradiated controls (38 eyes) were included into the study. Lens opacity was assessed objectively using the Pentacam and subjectively using the LOCS IIl scale. Significant differences between the irradiated patients and the control group were found only with the LOCS III scale; none of the four Pentacam® evaluation methods revealed statistically significant differences. However, a linear correlation between the LOCS III results and the Pentacam total lens analysis was shown. In summary, the Pentacam® allows quantitative assessment of lens density, however, the established semiquantitative LOCS III scale proved superior in this study in terms of etectingradiation-induced lens opacities compared to the control group. No posterior subcapsular cataracts could be observed in the irradiated eyes in our study group.
Despite the significant progress in Autonomous Driving, one of the critical barriers to the widespread adoption of Autonomous Vehicles (AVs) remains societal acceptance and trust. To gain public trust, AVs need to provide clear, contextually relevant explanations of their decisions and actions. This dissertation develops an algorithm that optimizes the delivery of explanations in AVs, focusing on the granularity of timing, that reduce passengers’ cognitive load while enhancing their trust and understanding. To achieve this, the work leverages the Salience, Effort, Expectancy, Value (SEEV) attention model, which predicts where a user’s attention is likely to be focused based on the four factors of the model. The dissertation also investigates the use of multi-step explanations, and also multi-user scenarios, where explanations are provided to multiple passengers or stakeholders simultaneously.
Trotz großer Fortschritte im autonomen Fahren bleibt die gesellschaftliche Akzeptanz ein zentrales Hindernis für die breite Einführung autonomer Fahrzeuge (AVs). Um Vertrauen aufzubauen, müssen AVs klare und kontextgerechte Erklärungen für ihre Entscheidungen und Handlungen liefern. Diese Dissertation entwickelt einen Algorithmus, der die Vermittlung solcher Erklärungen optimiert, insbesondere hinsichtlich der zeitlichen Granularität. Ziel ist es, die kognitive Belastung der Passagiere zu verringern und gleichzeitig Vertrauen und Verständnis zu fördern. Grundlage ist das SEEV-Aufmerksamkeitsmodell (Salience, Effort, Expectancy, Value), das vorhersagt, worauf sich die Aufmerksamkeit eines Nutzers basierend auf vier Faktoren richtet. Zudem wird der Einsatz mehrstufiger Erklärungen sowie Szenarien mit mehreren Nutzern untersucht, in denen Informationen gleichzeitig an verschiedene Passagiere oder Stakeholder vermittelt werden.