Background: Accurate definition and operational criteria for diagnosing Parkinson's disease (PD) are crucial for evidence-based, patient-centered care. Objective; To offer evidence-based recommendations for defining and diagnosing PD, incorporating contemporary clinical, imaging, biomarker, and genetic insights. Methods: The guideline development began with the steering committee establishing key PICO (patient, intervention, comparison, outcome) questions, which were refined by the coauthors. Systematic literature searches identified relevant studies, reviews, and meta-analyses. Recommendations were drafted, evaluated, optimized, and voted upon by the German Parkinson's Guideline Group. Results: Parkinson's disease (PD) is now understood to encompass a broader spectrum of etiologies than previously recognized. Advances in molecular pathogenesis, neuroimaging, and early clinical phenotypes suggest that PD is not a uniform disease entity and is often not idiopathic. This necessitates an updated framework for PD definition and diagnosis. The German Society for Neurology now endorses a broader concept of PD, incorporating both idiopathic and hereditary forms, as opposed to the previously narrower concept of "idiopathic Parkinson syndrome." The revised guidelines recommend using the 2015 Movement Disorders Society diagnostic criteria, emphasize the importance of long-term clinical follow-up for improved diagnostic accuracy, and highlight the significance of non-motor symptoms in clinical diagnosis. Specific recommendations are provided for the use of imaging and fluid biomarkers and genetic testing to support the clinical diagnosis. Conclusion; The updated guidelines from the German Society for Neurology enhance diagnostic accuracy for PD, promoting optimized clinical care.
Hintergrund: Eine präzise Definition und operationalisierte Kriterien für die Diagnose der Parkinson-Krankheit (PD) sind entscheidend für eine evidenzbasierte, patientenorientierte Versorgung. Ziel: Bereitstellung evidenzbasierter Empfehlungen zur Definition und Diagnose der PD unter Einbeziehung aktueller Erkenntnisse aus Klinik, Bildgebung, Biomarker-Forschung und Genetik. Methoden: Die Leitlinienentwicklung begann mit der Festlegung zentraler PICO-Fragen (Patient, Intervention, Vergleich, Ergebnis) durch das Lenkungsgremium; diese wurden von den Koautoren weiter präzisiert. Durch systematische Literaturrecherchen wurden relevante Studien, Übersichtsarbeiten und Metaanalysen identifiziert. Die deutsche Parkinson-Leitliniengruppe erarbeitete, bewertete und optimierte die Empfehlungen und verabschiedete diese im Abstimmungsverfahren. Ergebnisse: Die Parkinson-Krankheit (PD) wird heute als ein Krankheitsbild verstanden, das ein breiteres Spektrum an Ätiologien umfasst, als bislang angenommen. Fortschritte in der molekularen Pathogenese, der Neurobildgebung und der Charakterisierung früher klinischer Phänotypen legen nahe, dass es sich bei der PD nicht um eine einheitliche Krankheitseinheit handelt und sie häufig nicht idiopathisch ist. Dies macht einen aktualisierten Rahmen für Definition und Diagnose der PD erforderlich. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie befürwortet nun ein breiteres Konzept der PD, das sowohl idiopathische als auch hereditäre Formen einschließt, im Gegensatz zu dem zuvor enger gefassten Konzept des „idiopathischen Parkinson-Syndroms“. Die überarbeiteten Leitlinien empfehlen die Anwendung der Diagnosekriterien der Movement Disorders Society aus dem Jahr 2015, betonen die Bedeutung einer langfristigen klinischen Verlaufskontrolle für eine verbesserte diagnostische Genauigkeit und heben die Rolle nicht-motorischer Symptome bei der klinischen Diagnose hervor. Es werden spezifische Empfehlungen zum Einsatz von Bildgebung, Flüssigkeitsbiomarkern und genetischen Untersuchungen zur Unterstützung der klinischen Diagnose gegeben. Schlussfolgerung: Die aktualisierten Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie verbessern die diagnostische Genauigkeit bei der PD und fördern eine optimierte klinische Versorgung. [Mit KI übersetzt]
Journal of neurology [Darmstadt] : Steinkopff, 1974 271(2024), 11, Seite 7102-7119 Online-Ressource
von Jennifer Michels ; Hendrik van der Wurp ; Elke Kalbe ; Sarah Rehberg ; Alexander Storch ; Katharina Linse ; Christine Schneider ; Susanne Gräber ; Daniela Berg ; Judith Dams ; Monika Balzer-Geldsetzer ; Rüdiger Hilker-Roggendorf ; Carola Oberschmidt ; Simon Baudrexel ; Karsten Witt ; Nele Schmidt ; Günther Deutschl ; Brit Mollenhauer ; Claudia Trenkwalder ; Inga Liepelt-Scarfone ; Annika Spottke ; Sandra Roeske ; Ullrich Wüllner ; Hans-Ulrich Wittchen ; Oliver Riedel ; Jan Rainer Kassubek ; Richard C. Dodel ; Jörg B. Schulz ; Ana Sofia Ferreira Braga da Costa ; Kathrin Reetz