Die gleichberechtigte Partizipation ist ein Grundrecht aller Kinder und kann im Sinne der ICF als „das Einbezogensein in eine Lebenssituation“ (WHO 2005, 16) definiert werden Aktuelle Forschungserkenntnisse zeigen jedoch, dass Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen in verschiedenen Bildungskontexten, auch in Kindertageseinrichtungen (Kitas), weniger partizipieren als ihre Peers Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Beitrag Maßnahmen präsentiert, wie ihre Partizipation im inklusiven Kita-Alltag gefördert werden kann Dabei gilt es, sowohl personen- und umweltbezogene Einflussfaktoren zu berücksichtigen, als auch verschiedene Aktivitäten, wie z.B. das Freispiel, und Interaktionen mit Fachkräften und Peers so zu gestalten, dass alle Kinder unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen selbstbestimmt teilhaben können
Rehabilitationspädagogik Bad Heilbrunn : Verlag Julius Klinkhardt, 2025 (2025), Seite 117-128 1 Online-Ressource (395 Seiten)
Die gleichberechtigte Partizipation an früher Bildung ist ein Recht aller Kinder. Studien zeigen jedoch, dass Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen weniger am inklusiven Kita-Alltag teilhaben als ihre Peers ohne Beeinträchtigungen. Um Barrieren zu identifizieren und gezielte Fördermaßnahmen abzuleiten, ist eine strukturierte Erfassung ihrer Partizipation (im Sinne von Teilhabe an einer Lebenssituation) erforderlich. Basierend auf einem systematischen Review wurden sechs Beobachtungsinstrumente identifiziert, die die Partizipation von Kindern mit Entwicklungsbeeinträchtigungen in verschiedenen Aktivitäten und Interaktionen im inklusiven Kita-Alltag erfassen. Die Verfahren werden kriteriengeleitet analysiert – auch im Hinblick auf die erfassten Teilkonstrukte von Partizipation – und Forschungs- und Praxisimplikationen abgeleitet.
International journal of language & communication disorders London [u.a.] : Wiley-Blackwell, 1998 60(2025), 6, Artikel-ID e70136, Seite 1-18 Online-Ressource
In Deutschland gibt es eine hohe Anzahl von Kindern, die erst in der Kindertageseinrichtung (Kita) systematischen Kontakt zur Umgebungssprache erhalten. Zur Untersuchung der Sprachentwicklung ein- und mehrsprachiger Kinder wird die Spontansprachanalyse empfohlen, welche im Hinblick auf Erwerbsmeilensteine ausgewertet wird. Das Wissen darüber, wie sich die syntaktische Komplexität von Kindern in ihrer Zweitsprache Deutsch entwickelt, ist allerdings noch lückenhaft. Im vorliegenden Buch wird eine Studie zur Produktion komplexer Sätze von 21 vier- bis sechsjährigen Kindern im Zweitspracherwerb während einer dialogischen Bilderbuchbetrachtung vorgestellt. Analysiert wurden die Produktion unterschiedlicher Satztypen sowie Zusammenhänge zwischen ihrer Produktion und Einflussfaktoren des Zweitspracherwerbs. Die Ergebnisse tragen zur Identifikation potenziell relevanter Parameter für die Untersuchung des Erwerbs syntaktischer Strukturen von Kindern im Vorschulalter bei. Die AutorInen Edith Beaulac promoviert und forscht am Institut für Sonderpädagogik der Stiftung Leibniz Universität Hannover. Dr. Aleksandra Kappenberg lehrt und forscht am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Prof. Dr. Ulla Licandro lehrt und forscht am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.