Praxishandbuch Habitussensibilität und Diversität in der Hochschullehre Wiesbaden : Springer VS, 2019 (2019), Seite 343-361 1 Online-Ressource (XXII, 756 Seiten)
Der vorliegenden Band berichtet über ein Forschungsprojekt zu Männlichkeit, Diskriminierung und Diversitätsbewusstsein. Befragt wurden männliche Jugendliche bzw. junge Männer in der Migrationsgesellschaft; sowohl mit als auch ohne sog. 'Migrationshintergrund'. Das Projekt wurde in der Tradition quantitativer Sozialforschung durchgeführt, wobei versucht wurde, sowohl methodisch als auch in der Ergebnispräsentation etwas andere Wege zu gehen. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Befragten mit einem sog. 'Migrationshintergrund' in Bezug auf Diskriminierungserfahrungen im Durchschnitt einen deutlich anderen Möglichkeitsraum haben als männliche Jugendliche/junge Männer ohne 'Migrationshintergrund': Bei fast der Hälfte der Befragten mit 'Migrationshintergrund' wird deutlich, dass sie im Alltag diskriminierende Situationen erleben, Erfahrungen, die die Befragten ohne 'Migrationshintergrund' nur in Ausnahmefällen machen. Zudem zeigt sich, dass die Verhältnisse in Bezug auf Männlichkeitskonstruktionen komplexer und uneinheitlicher sind, als dies gemeinhin angenommen wird. Insgesamt fordern die Ergebnisse dazu heraus, genauer und differenzierter hinzuschauen, und sie liefern eine Vielfalt an Material, um unzulässigen Verallgemeinerungen entgegenzutreten.
Oldenburg: BIS-Verlag der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
172 Seiten Diagramme.
Literaturangaben
Carl von Ossietzky Universität OldenburgKontaktstudiumStudiumWissenschaftliche WeiterbildungTeilstudiumUniversitätOldenburg (Oldenburg)05.12.1973-
Dieser Band berichtet von der Geschichte und Aktualität einer universitären Weiterbildung, die sich - im Kontext von (sozial-)pädagogischen Themenfeldern und Inhalten - an Geflüchtete und Migrierte richtet, neun bis zehn Monate umfasst und seit 2004 nahezu jedes Jahr von Oldenburger Institut für Pädagogik angeboten wird. Im Zentrum des Bandes steht dabei eine Aufarbeitung der Erfahrungen und eine Präsentation und Diskussion vorliegender Evaluationsergebnisse.
Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft Wiesbaden : Springer VS, 2018 (2018), Seite 209-220 Online-Ressource (XII, 815 S. 12 Abb., 5 Abb. in Farbe, online resource)
Diese Arbeit kombiniert transkulturelle Studien mit literarischen, um die Situation türkischer Immigranten in Deutschland aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Die Grundannahme dieser Arbeit ist, dass Kunst im allgemeinen und Literatur im besonderen im Vergleich zu den üblichen Ansätzen empirischer Sozialwissenschaft eine neue Perspektive liefern. Auf einer theoretischen Ebene werden die allgemeinen Definitionen und der Forschungsstand in diesem Arbeitsbereich untersucht, um als Ausgangspunkt für diese qualitative Studie zu dienen, welche, auf der Erzähltheorie basierend, Migrationsliteratur türkischer Herkunft analysiert. Die für diese Untersuchung ausgewählten Kriterien sind erarbeitet, wobei kritische Rassismustheorien, Diskriminierungsanalyse und ausgewählte Narrative herangezogen werden. Nachdem deduktiv Kriterien formuliert werden, die auf der vorhergehenden theoretischen Diskussion basieren, werden ausgewählte Abschnitte in Kategorien: Familie, Schule, Gesellschaft und soziale Netzwerke unter Anwendung von Holzkamps subjektiver Möglichkeitsräume analysiert. Die Ergebnisse reflektieren die aktuelle akademische Diskussion über die Stellung von Immigranten in der Hoffnung, neue Impulse für die pädagogische Praxis zu liefern. <dt.>
In this research transcultural studies and literary studies are combined to create a view of the situation of Turkish migrants in Germany through a new lens. The essential assumption is that literature delivers a different perspective compared to the usual approaches of empirical social research. On a theoretical level the general definitions and the state of research in this field are reviewed and discussed to serve as a starting point for the present qualitative study which analyses Migration Literature of Turkish-German authors, based on Narrative Theory. The selected elements for this research have been compiled with the assistance of critical racism theories, analysis of discrimination and selected narratives. After forming criteria deductively based on the theoretical discussion, chosen paragraphs are analysed taking cognizance of Holzkamp’s Subjective Spaces of Possibility in categories: family, school, public contacts and communal networks. The results reflect current academic discussion on the position of migrants in the hope of delivering new impulses for pedagogical practice. <engl.>