Migration wird im öffentlichen Diskurs häufig problematisiert. Soziale Disruptionen und Gewaltereignisse durch einzelne Personen werden dabei häufig zum Anlass genommen, migrationsgesellschaftliche Öffnungsprozesse grundsätzlich in Frage zu stellen. Vor diesem Hintergrund bietet das Lehrbuch eine fundierte Einführung in die rechtlichen, ökonomischen und sozialstrukturellen Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit in der Migrationsgesellschaft. Es zeigt, wie Sozialarbeitende kompetent auf gesellschaftliche Spannungen reagieren können, und bietet alltagnahes Orientierungswissen. Im Zentrum steht ein Rollen- und Professionsverständnis, das Handlungssicherheit gibt und dabei klaren Handlungszielen sowie methodischen Ansätzen der Sozialen Arbeit folgt.
Alltagsrassismus ist häufig subtiler Bestandteil von Handlungsroutinen und meist nicht sofort erkennbar; auch werden die Erfahrungen der Betroffenen oft verharmlost. Gerade dadurch schränkt Alltagsrassismus Teilhabechancen ein. Das Buch gibt einen Überblick über die verschiedenen Formen und die wichtigsten Erklärungsansätze. Die Problemanalysen erfolgen aus intersektionaler Perspektive und berücksichtigen die Verflechtung von Alltagsrassismus mit anderen Diskriminierungslinien. Dabei werden spezifische Formen von Alltagsrassismus in unterschiedlichen Institutionen und Bereichen betrachtet, z.B. in Schule und Hochschule, in der Gesundheitsversorgung, am Arbeitsmarkt und in der Polizeiarbeit. Zudem setzt sich das Buch mit Konzepten auseinander, die für Alltagsrassismus sensibilisieren und Fachkräften der sozialen und pädagogischen Arbeit eine Reflexionsgrundlage bieten.