Die Pathophysiologie vieler chronischer Schmerzerkrankungen ist ungeklärt. Diverse MRT-Bildgebungen zeigten, dass chronische Schmerzen zu Veränderungen der Gehirnstruktur und -funktion führen könnten. Diese Veränderungen können zu kognitiven und emotionalen Beeinträchtigungen und sogar zur Chronifizierung von Schmerzen beitragen. Die Belege für schmerzbedingte Veränderungen von grauer und weißer Substanz sind jedoch nicht eindeutig. Daher untersuchte diese Studie mögliche Veränderungen der Mikrostruktur der weißen Substanz bei 34 Erwachsenen mit chronischen, nicht-krebsbedingten Schmerzen und 34 geschlechts- und altersangepassten, gesunden Kontrollprobanden mittels Single-Shell-Diffusions-Tensorbildgebung (DTI). Ganzhirntrakt-basierte räumliche Statistikanalysen (TBSS) zu axialer Diffusivität (AD), fraktionierter Anisotropie (FA), Modus der Anisotropie (MA), mittlerer Diffusivität (MD) und radialer Diffusivität (RD) zeigten nach Korrektur für Mehrfachvergleiche keine signifikanten Unterschiede. Auch die Volumina der unterteilten Regionen des Corpus callosum unterschieden sich nicht signifikant.
The pathophysiology of many chronic pain disorders is unresolved. MR imaging indicated that chronic pain might lead to changes in brain structure and brain function. These changes may contribute to cognitive and emotional impairment and even to the chronification of pain. However, the evidence for pain-related changes in gray and white matter is inconclusive. Hence this study investigated potential changes of white matter microstructure in 34 adults with chronic noncancer pain and 34 sex- and age-matched healthy individuals using single-shell diffusion tensor imaging (DTI). Whole-brain tract-based spatial statistics (TBSS) analyses of axial diffusivity (AD), fractional anisotropy (FA), mode of anisotropy (MA), mean diffusivity (MD), and radial diffusivity (RD) did not show significant differences after correction for multiple comparisons. The volumes of subdivisions of the corpus callosum were not significantly different either.
Die Sprache gehört mit ihren vielfältigen Facetten zu einer der zentralen Fähigkeiten des Menschen. Es gibt viele Situationen, die es erschweren, die Sprache anderer Menschen zu verstehen. Dies gilt vor allem bei Bestehen von Hintergrundgeräuschen. In dieser Arbeit wurde daher erstmalig das Sprachverstehen im Rauschen bei Schlaganfallpatient*innen untersucht. Insgesamt konnten 57 Schlaganfallpatient*innen mit dem Oldenburger Satztest gemessen werden. Tatsächlich zeigte sich bei einzelnen Patient*innen, unter Kontrolle für Alter und Hörverlust, ein vermindertes Sprachverständnis im Rauschen. Die beteiligten Lokalisationen im Bereich des insulären Kortex, des frontalen Kortex, sowie subkortikaler Strukturen im Hirnstamm sind im Einklang mit bestehender Literatur und geben Anlass für weitere größer angelegte Studien. Dies ist insbesondere auf Möglichkeiten einer gezielteren Rehabilitation hin interessant, die so wichtig für die Therapie von Schlaganfallpatient*innen ist.
Language, with its diverse facets, is one of the central abilities of humans. However, there are many situations that make it difficult to understand other people's speech. This is especially true when there is background noise. This study was therefore the first to investigate speech comprehension in noise in stroke patients. A total of 57 stroke patients were measured using the Oldenburg sentence test. In fact, individual patients showed a conspicuous test result, controlling for age and hearing loss. The localizations involved in the insular cortex, the frontal cortex and subcortical structures in the brainstem are consistent with existing literature and give rise to further large-scale studies. This is particularly interesting with regard to the possibilities of more targeted rehabilitation, which is so important for the treatment of stroke patients.
von Fahad S. Al-Ajlan ; David J. Gladstone ; Dongbeom Song ; Kevin E. Thorpe ; Rick H. Swartz ; Kenneth S. Butcher ; Martin del Campo ; Dar Dowlatshahi ; Henrik Gensicke ; Gloria Jooyoung Lee ; Matthew L. Flaherty ; Michael D. Hill ; Richard I. Aviv ; Andrew M. Demschuk ; Peter Sörös