This thesis establishes exciton-polaritons in transition metal dichalcogenide (TMD) structures as a versatile platform for the emulation of quantum many-body systems via integration of TMD monolayers into tunable open microcavities and engineering of complex photonic landscapes through FIB-milling. Key milestones include the realization of 1D SSH lattices, enabling the identification of topological defect states and the direct quantification of the Zak-phase. Furthermore, the work explores moiré heterostructures, revealing Mott insulator states and correlated magnetism on triangular spin lattices, characterized by giant g-factors. Ultimately, this work demonstrates that artificial polariton lattices provide a highly controllable solid-state environment to investigate topology, many-body physics, and the interplay between lattice-ordered charges and spins under strong light-matter coupling.
Diese Dissertation etabliert Exzitonen-Polaritonen in Übergangsmetall-Dichalkogenid-Strukturen (TMD) als vielseitige Plattform für die Emulation von Quanten-Vielteilchensystemen. Realisiert durch die Integration von TMD-Monolagen in abstimmbare offene Mikrokavitäten sowie das Design komplexer photonischer Einschlusspotentiale mittels FIB-Strukturierung. Wichtige Meilensteine umfassen die Realisierung von 1D SSH Gittern, welche die Identifizierung topologischer Defektzustände und die direkte Quantifizierung der Zak-Phase ermöglichten. Darüber hinaus untersucht die Arbeit Moiré-Heterostrukturen und weist Mott-Isolator-Zustände sowie korrelierten Magnetismus auf dreieckigen Spin-Gittern nach. Letztlich zeigt diese Arbeit, dass künstliche Polaritonengitter eine hochgradig kontrollierbare experimentelle Plattform bieten, um Topologie, Vielteilchenphysik und das Zusammenspiel zwischen gittergeordneten Ladungen und Spins unter starker Licht-Materie-Kopplung zu untersuchen.
On the one hand, this thesis is expositive, in that it strives to provide a broad overview of index theory in singular spaces through blow-up methods. To this effect, it starts by introducing the machinery necessary to understand the statement of the Atiyah-(Patodi-)Singer results, with focus on those tools that will later be useful in the singular setting, together with some historical remarks. Then, it describes the class of singular manifolds that respond to this methodology and their related geometrical and analytical constructions relevant to the procedure, such as the heat blow-up space and Getzler rescaling. On the other hand, it presents the current stand of the author's work tackling the non-fully elliptic local index problem on manifolds with fibred boundary. This is a non-Fredholm extension of Leichtnam-Mazzeo-Piazza. The entrée is provided by scattering manifolds, the case of trivial fibres, which already presents most of the crucial difficulties of the general setting.
Einerseits ist diese Arbeit expositorisch, indem sie versucht eine Übersicht der Indextheorie in singulären Räumen durch Blow-up Methoden zu verschaffen. Zu diesem Zweck werden zunächst die Konzepte vorgestellt, die notwendig sind, um die Sätze von Atiyah-(Patodi-)Singer zu verstehen. Der Fokus liegt hierbei auf den Werkzeugen, die im singulären Kontext anwendbar sind. Die relevanten singulären Mannigfaltigkeiten werden danach eingeführt, zusammen mit den für das Verfahren wesentlichen geometrischen und analytischen Konstruktionen, wie beispielsweise dem Heat Blow-up Raum und der Getzlers Reskalierung. Andererseits wird der aktuelle Stand der Arbeit des Autors im Bereich des "non-fully elliptic" lokalen Indexsatzes auf Mannigfaltigkeiten mit gefasertem Rand präsentiert, eine Nicht-Fredholm Erweiterung von Leichtnam-Mazzeo-Piazza. Der "scattering" Fall (triviale Fasern) ist die Vorspeise, in der die wesentlichen Schwierigkeiten des allgemeinen Falls bereits zu finden sind.
Multisensor Motion Capture; Movement Analysis; Parkinson's Disease; Hochschulschrift
This dissertation investigates multisensor motion capture setups, including markerless movement estimation and wearable sensing, for clinical and occupational applications. It proposes analytics pipelines that combine movement data with statistical and machine learning methods to extract key health indicators. The research integrates multi-sensor tracking (depth cameras, wearables, optical MoCap) with AI-based methods to objectively assess movement irregularities in craftspeople and individuals with Parkinson's Disease. Key contributions include a framework enabling early, automated detection of motor disorders and occupational risks. Validation against gold standards (e.g., GAITRite) confirms the system's reliability. The work provides a foundation for scalable, real-time health monitoring and supports preventive interventions to improve quality of life and workplace safety. This thesis aims to help pave the way towards a multi-environment prevention-based health monitoring paradigm.
Diese Dissertation untersucht multisensorische Motion-Capture-Systeme (markerlose Bewegungsschätzung, Wearables) für klinische und arbeitsmedizinische Anwendungen. Sie präsentiert Analyse-Pipelines, die Bewegungsdaten mittels Statistik und Machine Learning verarbeiten, um Gesundheitsindikatoren zu extrahieren. Die Forschung kombiniert Multi-Sensor-Tracking (Tiefenkameras, Wearables, optisches MoCap) mit KI-Methoden, um Bewegungsauffälligkeiten bei Handwerkern und Parkinson-Patienten objektiv zu bewerten. Ein Kernbeitrag ist ein Framework zur frühen, automatisierten Erkennung motorischer Störungen und berufsbedingter Risiken. Die Validierung gegen Goldstandards (z. B. GAITRite) bestätigt die Zuverlässigkeit. Die Arbeit bildet die Basis für skalierbares Echtzeit-Monitoring und präventive Interventionen zur Steigerung von Lebensqualität und Arbeitssicherheit. Ziel ist es, den Weg für ein sektorübergreifendes, präventionsbasiertes Paradigma der Gesundheitsüberwachung zu ebnen.
Fast alle relevanten kardio-vaskulären Risikofaktoren (wie die arterielle Hypertonie, Dyslipidämie, Diabetes mellitus, Adipositas) können durch Sport positiv beeinflusst werden (1,2). Auch beim Einstellen eines Nikotinkonsums ist Sport hilfreich. Dennoch ist der Großteil der deutschen Bevölkerung unzureichend körperlich aktiv (3). Die 3F Studie (Fit und Fun mit Fußball) als randomisierte prospektive Interventionsstudie wurde mit dem Ziel entwickelt, sportlich inaktive Bluthochdruckpatienten wieder zum Sport zu motivieren, mit dem Ziel, eine effektive Senkung des Blutdrucks zu erreichen und psychosoziale Aspekte positiv zu beeinflussen(14). Die Grundlage der 3F Studie bildete die ELITE (Ernährung, Lebensstil und individuelle Information zur Verhinderung von Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz) (13) Studie, in der prospektiv Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen bei 4602 Teilnehmern evaluiert wurden. Aus dem ELITE Register erfolgte eine Rekrutierung und Randomisierung von Bluthochdruckpatienten, die sportlich seit Jahren inaktiv waren in eine Fußball Gruppe (FG, n=89) sowie in eine Kontrollgruppe mit intensivierten Präventionsempfehlungen (KG, n=86). Das Training erfolgte zwischen 2019 und 2020 durch DFB-lizenzierte Trainer mit dem neu entwickelten „Gesundheitsfußball“ Konzept 1x wöchentlich über 90 Minuten. Bei dem Konzept „Gesundheitsfußball“ handelte es sich dabei um eine modifizierte Art Fußball zu spielen. Primär wurde Wert auf die Gymnastik mit dem Ball und lange Aufwärmphasen gelegt und der Zweikampf Charakter des Fußballs abgelehnt. Die Spielfelder wurden zudem in ihrer Größe angepasst und der Spaß am Sport anstelle des Wettkampfgedankens gefördert. Der Fokus der Dissertation lag dabei auf der Subgruppenanalyse der Hypertoniker, unterteilt in Praxishypertoniker, manifeste Hypertoniker, Dipper und Non-Dipper sowie behandelte und unbehandelte Hypertoniker als auch die Evaluierung der psychosozialen Faktoren. Es stellte sich die Frage, ob alle Hypertonie Subgruppen gleichermaßen von dem neu entwicklten Sportkonzept profitierten. Über den Zeitraum von 14 Monaten konnten durch regelmäßiges Fußballtraining in Form von 90 Minuten pro Woche, eine relevante Blutdruckreduktion in allen HypertonieSubgruppen, eine Gewichtsreduktion, die Abnahme der notwendigen medikamentösen Begleittherapie und psychosoziale Faktoren im Vergleich zu einer Kontrollgruppe deutlich verbessert werden. Insbesondere profitierten jedoch die Teilnehmer mit einer Praxishypertonie im direkten Vergleich zu den Teilnehmern der manifesten Hypertonie, aber auch die Non-Dipper zeigten als einzige Subgruppe eine signifikante Reduktion des nächtlichen Blutdruckprofils. Sport in Form des Gesundheitsfußballs zeigte somit vielversprechende Ergebnisse in Bezug auf die kardio-vaskuläre Primärprävention.
The majority of cardiovascular risk factors (arterial hypertension, dyslipidemia, diabetes, obesity) can be positively influenced by the means of physical activity. Even nicotine consumption can be positively affected (1,2). Although this is well known among the general population, a great number of Germans are still not sufficiently physically active(3). The 3 F Study (Fit and Fun with Football), a randomized prospective interventional study was created with the aim to motivate patients with a cardiovascular risk profile who haven’t been physically active in decades, in order to proof the positive influence of sports in regard to a lowering of arterial blood pressure as well as it’s positive effects on mental health (14). This study was based on the register of the so-called ELITE-Study (nutrition, lifestyle, individual information for the prevention of myocardial infarction, stroke and dementia) which evaluated data of over 4602 study participants(13). In total 89 individuals were randomly recruited for the football teams and 86 individuals for the control group. The training took place between 2019 and 2020 on a weekly basis for 90 minutes each over a total of 14 months and was under the supervision of DFB- licensed football coaches. “Health football” is a modified football concept to minimize the risk of injuries associated with this sport. It focuses on adequate warm up sessions, equal opportunity with the ball for all the players and reduced the competitional aspects of it by prohibiting for example headshots. This dissertation focused on the subcategories of the hypertensive individuals and was divided into the following categories: white coat hypertension, essential hypertension, dippers and non-dippers as well as pharmacologically treated and untreated individuals. Furthermore, an evaluation of psychosocial factors was performed. Over the course of 14months, a repetitive “health football” training of 90minutes per week showed a significant reduction in blood pressure, weight and pharmacological therapy among all hypertensive subgroups in comparison to the control group. Furthermore, stress and depression were significantly reduced too. Especially individuals with white coat hypertension as well as non-dippers seemed to have benefited the most. “Health football” thus showed promising results in regard to primary prevention and could be a future tool as an established health program.
Neurotrophic keratopathy (NK) is a degenerative disease caused by loss of corneal innervation, leading to epithelial defects, ulceration, and impaired healing. Corneal nerves and epithelial cells maintain tissue homeostasis through trophic factors, and disruption creates a self-perpetuating cycle of damage. This thesis investigates the role of lysophosphatidic acid (LPA) in corneal nerve regeneration. Using primary dorsal root ganglion (DRG) neurons, LPA was shown to significantly inhibit neurite outgrowth via the LPA-ROCK pathway, an effect reversed by ROCK inhibition. Targeted knockdown identified LPAR2 as the key receptor mediating this inhibition, with Lpar2-KD restoring neurite growth and enhancing neurotrophic factor expression. A co-culture model with human limbal epithelial stem cells (hLESCs) demonstrated that hLESCs counteract LPA effects by supporting neuronal stability. Overall, LPA impairs corneal nerve regeneration via LPAR2, highlighting it as a therapeutic target in NK.
Die neurotrophe Keratopathie (NK) ist eine degenerative Erkrankung durch Verlust der Hornhautinnervation, die zu epithelialen Defekten, Ulzeration und gestörter Heilung führt. Hornhautnerven und Epithelzellen sichern die Homöostase durch trophische Faktoren; deren Störung erzeugt einen selbstverstärkenden Schadenskreislauf. Diese Arbeit untersucht die Rolle der Lysophosphatidsäure (LPA) bei der Regeneration kornealer Nerven. In primären DRG-Neuronen hemmte LPA signifikant das Neuritenwachstum über den LPA-ROCK-Signalweg, was durch ROCK-Inhibition aufgehoben wurde. Der Knockdown identifizierte LPAR2 als zentralen Rezeptor, wobei Lpar2-KD das Wachstum wiederherstellte und die Expression neurotropher Faktoren erhöhte. Ein Kokulturmodell mit humanen limbalen epithelialen Stammzellen (hLESCs) zeigte, dass diese LPA-Effekte durch Stabilisierung der Neuronen abschwächen. Insgesamt beeinträchtigt LPA die Nervenregeneration über LPAR2 und stellt ein therapeutisches Ziel bei NK dar.
Literaturverzeichnis: Seite 231-243 ; Dissertation Universität Oldenburg 2025
Betriebsverfassungsrecht und Tarifvertragsrecht; Anfechtung betriebsratsinterner Wahlen; Betriebsverfassungsrechtlicher Organstreit; Innenrechtsstreitigkeit; Schulungsanspruch; Streit im Betriebsrat; Untätigkeit des Betriebsrats; Unwirksamkeit von Betriebsratsbeschlüssen; überhöhte Vergütung von Betriebsräten; Hochschulschrift
Der Betriebsrat ist als einheitliche Interessenvertretung der Beschäftigten ausgestaltet. Dennoch kommt es innerhalb von Betriebsratsgremien zu Streitigkeiten. In dieser Arbeit wird erstmals der Streit zwischen einem einzelnen Betriebsratsmitglied und dem eigenen Gremium in den Blick genommen. Dabei wird untersucht, ob sich Ansprüche einzelner Betriebsratsmitglieder gegen den Betriebsrat aus einem verfassungsrechtlichen Minderheitenschutz ableiten lassen. Diese Überlegung wird im Anschluss anhand dieser vier Fallgruppen überprüft: 1) Schulungsanspruch gemäß 37 Abs. 6 BetrVG, 2) Unwirksamkeit von betriebsratsinternen Wahlen und Betriebsratsbeschlüssen, 3) überhöhte Vergütung von Betriebsratskolleg_innen und 4) Untätigkeit des Betriebsrats