Angesichts der steigenden Politikverflechtung im föderalen Staat sind institutionelle Reformen zunehmend schwerer durchzusetzen. Daher hofft man in vielen Bereichen der Politikgestaltung auf freiwillige Koordination und Kooperation der jeweils beteiligten Stellen. Dies gilt ganz besonders für eine den heutigen Erfordernissen angepaßte Regionalpolitik. Dabei wird der Zusammenarbeit der Kommunen in Wissenschaft und Praxis große Bedeutung beigemessen. Die vorliegende Arbeit untersucht auf der Basis eines systemtheoretischen Ansatzes zwei Beispiele interkommunaler Zusammenarbeit, um auf analytischem Wege allgemeinerungsfähige Aussagen über Rahmenbedingungen, Verfahren und Erfolgschancen von dezentraler Kooperation zu gewinnen. <dt.>
Community politics, regional politics, community coordination <keywords>
Ausgehend von der Bevölkerungsentwicklung und hier insbesondere dem Wanderungsverhalten und der Altersstruktur werden der Arbeitsmarkt und die Infrastruktur in den von der Arbeitslosigkeit besonders stark betroffenen Regionen Ostfriesland und Wilhelmshaven untersucht. Neben der Analyse der statistischen Daten steht die Frage im Mittelpunkt, inwieweit eine aktive Arbeitsmarktpolitik in den Rahmen eines regionalpolitischen Gesamtkonzeptes vernetzt ist. Dazu werden die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Rahmenbedingungen sowie die Infrastruktur dieser Regionen analysiert. Die Wirtschaftskraft, die Gemeindefinanzen, die Verkehrsinfrastruktur, die Flächennutzung, Bildung und die soziale Infrastruktur stehen dabei im Mittelpunkt der Untersuchung, die erhebliche strukturelle Unterschiede zwischen Ostfriesland und dem Wilhelmshavener Raum zum Ergebnis hat. Mit einer Prognose der Entwicklungsperspektiven bis 1995 und einem Szenario für das Jahr 2021 sowie einem Plädoyer für eine engere regionalpolitische Zusammenarbeit wird ein Ausblick auf mögliche Entwicklungsperspektiven aufgezeigt. <dt.>